William Tell Chapter Switzerland

Schlottertour 2022

Schlottertour 2022 Wie war’s? Saukalt, neeein weit gefehlt. Später dazu mehr. Pünktlich wie gewohnt trudelten nach und nach sichtlich noch nicht ganz wache Bikerinnen und Bikerin ein. Damit wir nicht aus der Routine kamen, versammelten wir uns wie gewohnt an der Shell Tankstelle. Da finden wohl mittlerweile alle auch ohne Navi hin. Der Auftakt zum Saisonfinale war schon mal sehr positiv, definitiv nicht kalt. Leider hatten wir die Sonne nicht wirklich auf unserer Seite, doch mit viel Sonnen im Herzen, ging das auch. Nach einem kurzen Briefing und Begrüssung der Prospects führte uns traditionsgemäss unser Schlottertour-Road Captain Martin an. Zügig ging es los, als wären wir auf der Flucht, doch nur mit dem nächsten Ziel vor Augen. Die Motoren waren kaum warmgelaufen, schon hiess es rechts ran, Kaffeehalt in der Linde, in Büttikon. Danke Brownie für Kaffee und Gipfeli. Die schöne Aussicht konnte man sich leider nur mit etwas Fantasie ausmalen, trotzdem schön. Frisch gestärkt und etwas aufgewärmt ging es dann wieder los. Die zweite Etappe dann nach einem Friendly Reminder, gemächlich. Wir durften doch fast 45 Minuten die schöne Natur, die frische Luft und die malerische Landschaft geniessen. Als es wieder hiess, «aahalte», bei Don Pepino. Kaffee, dieses Mal ohne Gipfeli. Parkplatzprobleme gab es, nicht überall sind so viele Biker willkommen und wir stellen unsere Maschine «a chli Chruut und Chabis» irgendwo hin. Nach Kaffee und intensiven Gesprächen über allerlei gings es dann auf die längste Etappe. Mit etlichen Blocker-Einsätzen, wir waren echt gefordert ging die Reise dann weiter Richtung und um den Flughafen Zürich. Zufällig mit Landeanflügen, die wirklich spektakulär waren. Wir wurden aber nicht zu Plane- Spottern, denn es galt die Zeit nützlich zu verbringen. Am ursprünglich geplanten Mittagshalt vorbei, ging es entlang des Pfäffikersees. Da die einen Verkehrskadetten halt schlafen, mussten wir über einen Bauernhof inkl. Schotterweg fahren und durften zuhinterst dann doch wieder umdrehen, da die Strasse gesperrt war. Naja, auch das musste wohl so sein, schien wie geplant. Den Mittagshalt in greifbarer Nähe, machten wir den Umweg gerne. Auch in der Neuen Spinnerei, in Aathal war es etwas tricky mit Parkieren. Geschafft! Eine festlich geschmückte Tafel wartete auf die grosse Bikerfamilie. Feine Vorspeisen, schmackhafte Burgern und ein etwas anderes Dessert konnten uns bei Laune halten. Ob wir wollten oder nicht, «Dessert für alle» war Programm. Leider kam hier bereits für einige der Moment Abschied von den anderen zu nehmen und sich auf den Heimweg zu machen. Der Grossteil fuhr dann weiter und wie es sich für eine Schlottertour gehört «viil Pause mache», verging keine halbe Stunde bis zum Nachmittagshalt. Das Rare Street Coffee in Rapperswil, eine echt coole Location. Tische waren reserviert für «Biker-Gang», coole Feeling. Ob sie wohl andere Biker erwartet haben, weiss niemand. Wieder gestärkt von der langen Fahrt ging es dann nach dem Debriefing durch den RC, unter tosendem Applaus Richtung Zentralschweiz. Doch wollten nicht mehr alle Maschinen anspringen. Dank fleissiger Helferlein konnte Adi sich auch ohne Pannendienst auf den Heimweg machen. Schon cool, wenn man solche Sis’s & Bro’s hat. Ohne grossen Stau über den Seedamm Richtung Hütten. Dort war die diesjährige Schlottertour dann leider «offiziell» beendet. Der RC Martin hat sich auf den Heimweg gemacht und diejenigen, die noch da waren, hatten den Luxus von einem weiteren RC nach Hause geführt zu werden. Danke auch Dir Chregu, für die letzten Kilometer einer wirklich gelungenen und vor allem unfallfreien Harley-Saison 2022. Und nein, kalt war es definitiv nicht aber schööön. Bilder und Bericht: Christian

C.O.R.E. 2022

C.O.R.E. 2022 Dieses Jahr organisierte das East-Side Chapter diesen großartigen Anlass. Wie es der Name sagt „Chapter Officer Ride Event“ dürfen alle Officer, der jeweiligen Chapter an diesem Anlass teilnehmen. In der Vergangenheit wurde der Anlass durch Harley Davidson selber zusammen mit einem jeweiligen Dealer und dessen Chapter organisiert. Dies war auch ein Danke schön, seitens Harley Davidson an die Officer, welche doch einen großen Teil von ihrer Freizeit mit Herzblut ihrem Chapter widmen. Vieles ändert sich durch die Jahre und Harley zog sich bei der Organisation dieses Anlasses zurück. Damit dieser Anlass weitergeführt werden konnte, hat sich im 2020 das Aare Chapter darum bemüht und diesen Event wieder neu organisiert. Nicht ganz ohne, denn es braucht Sponsoren und viele Helfer, um so etwas auf die Beine zu stellen, nehmen doch bis zu 200 Leute daran teil. Das Direktorenmeeting und die Workshop’s sind dagegen komplett weggefallen, dafür ist es ein willkommener Treffpunkt für alle Chapter, untereinander Kontakte zu knüpfen.Programm: Eintreffen bei «Bütikofer Harley-Davidson Thurgau, Mittagessen im Hotel Feldbach in Steckborn, anschließende Ausfahrt, Besuch einer Mosterei und Hotelbezug entweder in Frauenfeld oder Kartause Ittingen, zusammen diskutieren und feiern. Das Wetter wollte nicht mitspielen bei der gemeinsamen Ausfahrt, aber es war allen egal, denn die Spielregeln waren für alle gleich. Wir vom WTC waren alle in der Kartause einquartiert und nach Haare trocknen und frisch machen, gings schnurstraks in die schöne Kartausebar. Somit stand der Abendunterhaltung nichts mehr im Wege. Das Musikprogramm war der Brüller, gestartet eher rockig, geendet dann in Partylaune. Zwischendurch mal eine Zigarre im Freien mit zusätzlicher Vernichtung des neu gekauften Apfelschnaps aus der Moschterei. Die Fotobox beim Eingang, diente zur weiteren Unterhaltung und gemäss East-Side Chapter Präsi Franco sind da unglaublich lustige Fotos entstanden. Unsere Chapteraufgaben haben wir aber trotz viel Party auch gemacht und so soll im 2023 ein Anlass zusammen mit dem East-Side Chapter entstehen und im 2024 wird das C.O.R.E. vom WTC organisiert. Im 23 müssen die Bündner ran so haben wir noch ein Jahr mehr Zeit, um uns darum zu kümmern. Bilder: Major TomText:    Mary

Open House

Open House Was für ein Open House am 24./25.9.22. Mit einem komplett neuen Konzept haben wir dieses Jahr gestartet. Im Vorfeld wurde ein OH Team zusammengestellt, bestehend aus Martine, Beat, Fabienne, Chregu, Tony und Mary. Dieses Team hat viele Ideen aus den letzten Jahren gesammelt und ausgewertet und einem neuen Konzept stand nichts mehr im Weg. Die Hauptarbeit lag natürlich bei B!XE und vor allem Fabienne, sie hat alles grossartig organisiert und koordiniert, einerseits mit den Ausstellern, andererseits mit dem WTC. Leider stand das Wetter nicht ganz auf unserer Seite. Das hingegen gab auch wieder etwas Freiraum spontan umzuorganisieren und zu beobachten und zu analysieren, was für die zukünftigen OH noch besser gemacht werden kann. So entwickelte sich der Vorplatz in neuem Glanz: Ganz ohne Motorräder, dafür mit 3 Food Trucks, dem Barwagen, dem Festzelt, einem Hau den Lukas, mit Zigarren und Stümplis von Dannemann, mit Rockyfy, einem coolen Schmuckladen, Salathé dem Jeans und Army Shop und natürlich Jekill & Hyde mit den knatternden Auspuffanlagen. Die Musikgruppe Jimmy Purple war im Festzelt rockig unterwegs. Die abgemachten Spielpausen, damit man sich auch wieder unterhalten kann, fanden grossen Anklang. Der Vorplatz war enorm einladend und man kam aus dem Staunen fast nicht heraus. Dann gings weiter im Laden. Mit einem Barber, einem Pinstriper und einem Tätowierer mit Piercerin. Da war doch einiges los. Die Aufgaben des WTC’s setzten sich aufgrund des neuen Konzepts etwas anders zusammen, wurden aber sehr ernst genommen und von allen auch sehr gut umgesetzt. Weil die Ausfahrt wettertechnisch nicht durchgeführt werden konnte, startete dafür die Abendparty ziemlich flüssig gleich nach dem Open House. Die -18 Grad Jägermeistermaschine lief auf Hochtouren und unser DJ Raphi rockte durch den Abend. Das Midland Chapter sowie das Horsemountain Chapter besuchten uns am Abend und rockten auch mit uns mit. Vom Hoursemountain Chapter erhielten wir zu unserem 15-jährigen Jubiläum sogar einen feinen Etterkirsch, was uns natürlich riesig gefreut hat. Die Food Trucks blieben auch lange Vorort und so war auch das Essangebot durch den Abend gesichert. Der eine oder andere blieb wohl am Sonntag etwas länger liegen, die Gründe sind vielfältig, aber auf jeden Fall waren alle am Sonntag wieder einsatzbereit und bei guter Laune. Wir freuen uns schon aufs nächste OH und wenn dann das Wetter noch mitspielt, dann wird’s richtig der Oberburner. Bilder: Major TomText:    Mary

Staunend durchs Leben gehen – Greyerzer-Tour vom 17./18. September 2022

Greyerzer-Tour Unser Staunen gilt fast immer dem Grösser, Höher, Weiter, Besser – aber kaum mehr sind wir als moderne, rationalaufgeklärte Menschen baff über das Naheliegende, Unscheinbare, Einfache. Die Wunder des Alltags nehmen wir selten als staunenswert wahr: den Aufgang und Untergang der Sonne, die weite Landschaft, die hohen Berge, die blühende Blume, das Lächeln eines Menschen. Warum täte solches Staunen gut? Diese unvoreingenommene Weltsicht ist ein Staunen, das uns innehalten lässt und uns zum Nachdenken über den Sinn der Welt und unser Dasein bringt. Staunen kann ein offenes, neugieriges Anschauen des Lebens sein, ohne dass man damit ein bestimmtes praktisches Interesse verfolgt. Am Wochenende vom 17./18.9.2022 – anlässlich der Greyerzer-Tour – wurden wir über das ganze Wochenende von einem Staunen ins Nächste versetzt. Pünktlich um 9.00 Uhr machte RC Ruedi uns mit der Fahrstrecke bekannt und los ging es guten Mutes Richtung Huttwil zu unserer ersten Kaffeepause, parkiert auf dem Parkplatz «Nur für soziale Dienste». Trotz den dunklen Regenwolken behielten wir den guten Mut – die Regenschutzanzüge blieben versorgt, jedoch jederzeit griffbereit. Wie den ganzen Vormittag, Ruedi schaffte es einfach die drohenden Regenwolken zu umfahren. Die Fahrt führte uns über Affoltern im Emmental und dann weiter Richtung Gurnigel. Doch kurz vor Riggisberg brachten uns intensive Regenwolken in die Schutzanzüge – aber unsere Schutzanzüge vermochten die Wolken in Kürze wieder zu vertreiben und die Sonnenstrahlen wurden intensiver. In Riggisberg – leider noch in den Schutzanzügen und somit verdeckten WTC-Gilets – empfing uns die gesamte Dorfgemeinschaft mit etwas Erstaunen, teils verwundert am Strassenrand. Doch nach 200 Meter war die Ehrenfahrt zu Ende – die Polizei wies uns in eine Seitenstrasse. In Kürze kämen da 250 Kühe und Rinder von den Alpen rund um den Gurnigel – auch vom Gurnigelpass. Natürlich genossen wir dann mit Begeisterung die buntgeschmückten Heimkehrenden und im Gegenzug genossen die Älpler unsere Harley’s. Und dann ging es in einer mehr oder weniger ausgeprägten Slalomfahrt etwas langsamer aber sauber und sicher zwischen den Kuhfladen bergwärts. Beim Restaurant auf dem Pass wurden wir von Silvia Weber mit offenen Armen begrüsst, die uns bis am Sonntagmorgen auch Gesellschaft leistete. Nach einem feinen Mittagessen – ohne Drum und Dran, wir hatten jetzt mehr als eine Stunde Rückstand – fuhren wir der herrlichen Passstrasse ins Freiburgische und danach direkt ins Hotel Gruyères. Wegen der Slalomfahrt gab es nur eine ganz kurze Verschnaufpause und schon war die ganze Truppe unterwegs im stark frequentierten Städtli direkt zum Schloss Greyerz. Mit viel Sympathie und Wissen führte uns Madeleine, eine der Schlossführerinnen, durch das im 13. Jahrhundert erbaute Schloss. Das Abendessen mitten im Städtli – einfach einzigartig. Die Tischrunde entschied sich für Fondue und Raclette. Beide Gerichte waren göttlich und trotz Zankerei hatten wir im Grundsatz ja auch immer Brot in Fülle. Natürlich kam bei solchen Gerichten das gemeinsame Sitzen an einem Tisch voll zur Geltung und die amüsante Unterhaltung mit seinen Lachern behalten wir gerne in Erinnerung. Der Sonntagmorgen – war das ein Blick zum Fenster raus. Unvorstellbar – schon um 11 Uhr sassen wir im Waadtland auf einer Terrasse eines Cafés und freuten uns einfach verwundert an der bereits vorhandenen Wärme. Überhaupt, die gesamte Fahrt von Greyerz über Château-de deux bis nach Schönried/Gstaad war ein Gedicht – und nach den gestrigen Eindrücken beim Schlossbesuch fühlten wir uns auch als kleine Könige. Dann kam die Anfahrt auf den höher gelegenen Landwirtschaftsbetrieb mit seinem im ersten Abschnitt grobsteinigem Abgang. Auf dem Hof erwartete uns Tatjana mit einer tollen Crew und einem Mittagessen nach feinster Essen nach echter Hausmacher-Art. Wir waren uns alle einig, die Tischrunde, das Essen, geprägt von einer vorbildlichen Gastfreundschaft, die Lage und die Sicht in die Berge – es war der Hammer. Nach einem herzlichsten Dank an Tatjana und ihrem Team ging es weiter via Saanenland und Simmental nach Thun und über den Schallenberg zur Verabschiedung in Wolhusen. Von Schönried bis nach Boltigen – kein einziges Auto stellte sich uns in den Weg – und so hatte die Fahrt auf der ausgebauten Strasse einen Traum verwirklicht. Wir erlebten 2 Tage mit viel Wetterglück und guter Kameradschaft, gespickt mit Witz, Humor, feinen Essen und unfallfrei. RC Ruedi verdient für diese 2 Tage ein ganz besonderer Dank – wir durften phantastische Stunden mit hoher Qualität erleben – Ruedi, ganz herzlichen Dank. Text:    Alfons Bilder: Major Tom