Nach dem grossartigen Erfolg der H.O.G. Rally 2024 in Senigallia fand dieses Jahr erstmals die European Spring Rally statt – und natürlich zog es auch die WTC-Crew wieder an die italienische Adriaküste. Diesmal allerdings schon Ende April beziehungsweise Anfang Mai. Das Wetter zeigte sich dabei von seiner typisch italienischen Frühlingsseite: angenehm warm, manchmal schon fast sommerlich. An einzelnen Tagen kratzte das Thermometer sogar an der 30-Grad-Marke, was bei dem einen oder anderen prompt zu einem unfreiwilligen Souvenir in Form eines satten Sonnenbrands führte. Kaum verschwand jedoch die Sonne hinter dem Horizont, pfiff ein kühler Wind durch die Gassen von Senigallia, sodass am Abend die Töffjacke plötzlich wieder Gold wert war.
Insgesamt fanden zwölf WTC’ler den Weg nach Italien. Dank der kleineren Gruppe konnten wir erfreulich kompakt fahren – und das war auf den italienischen Strassen auch dringend nötig. Der italienische Fahrstil unterscheidet sich nämlich doch deutlich von unserem eher geordneten Schweizer Verkehrsalltag. Besonders in Kreiseln schiessen die Fahrzeuge mit beeindruckender Geschwindigkeit hinein, als gäbe es einen Pokal für den schnellsten Kreisel-Eintritt. Da ist man froh, wenn man den Kreisel ausnahmsweise nicht blocken muss. Mamma Mia!
Die Anreise erfolgte gemütlich in zwei Etappen, ebenso die Heimfahrt. Vor Ort gönnten wir uns vier Nächte in Senigallia und genossen das Leben in vollen Zügen. Auf zusätzliche Ausfahrten verzichteten wir bewusst – nicht zuletzt deshalb, weil wir unsere sensationellen Töffparkplätze direkt an vorderster Front auf keinen Fall verlieren wollten. Schliesslich weiss jeder Harley-Fahrer: Ein guter Parkplatz ist mindestens so wertvoll wie ein voller Tank.
Das Hotel, welches uns bereits von der WTC Crew 2024 empfohlen wurde, erwies sich erneut als absoluter Volltreffer. Perfekte Lage, tolle Atmosphäre und ideale Ausgangslage für gemütliche Spaziergänge entlang der Strandpromenade oder zu den umliegenden Restaurants. Und genau dort wurden wir schon nach kurzer Zeit beinahe wie Stammgäste behandelt. Das Restaurantpersonal schloss uns schnell ins Herz – auch wenn gewisse Lokale zwischenzeitlich leicht ins Schwitzen gerieten, weil beinahe täglich neue Baileys-Flaschen organisiert werden mussten.
Ein weiteres grosses Kapitel dieser Rally war eindeutig das Shopping. Bei einigen brach regelrecht das Kauf-Fieber aus. Ringe, Armbänder und Ohrringe wechselten im Minutentakt die Besitzer, was bei Steel2Silver natürlich für beste Stimmung sorgte. Mit reichlich Prosecco und dem mittlerweile fast schon traditionellen Jacky Cola wurde die Kauflaune zusätzlich angeheizt.
Noch intensiver wurde das Ganze allerdings beim Stand von 70’s Helmets. Dort wurde nicht mehr lange überlegt – Helm um Helm wanderte über die Ladentheke. Manche hätten vermutlich gerne einen zweiten Koffer nur für ihre neuen Helme organisiert. Von den unzähligen Käppis sprechen wir lieber gar nicht erst.
Die Abende verbrachten wir überraschend wenig direkt auf dem Veranstaltungsgelände. Sobald die Sonne verschwand, wurde es schnell frisch, und so zog es uns lieber in die gemütlichen Restaurants und Bars von Senigallia. Das gemeinsame Nachtessen, die lustigen Gespräche und das entspannte Zusammensein waren letztlich viel wertvoller als das lange Verweilen am eigentlichen Anlass.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an RC Andy, der sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt hervorragend organisiert hat. Ebenso ein riesiges Danke an alle Teilnehmenden für die tolle Kameradschaft, die Geduld und die gute Stimmung – auch wenn die langen Etappen und der dichte Verkehr zwischendurch durchaus anstrengend waren. Genau solche Reisen machen den WTC aus: gemeinsam unterwegs sein, Abenteuer erleben und Erinnerungen schaffen, die noch lange bleiben werden.











































































