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William Tell Chapter Switzerland

Wieder einmal dürfen wir auf ein paar wunderschöne Tage mit einer tollen Truppe zurückblicken. Zwar meinte es Petrus dieses Jahr nicht ganz so gut mit uns, aber was soll’s: Wir sind schliesslich nicht aus Zucker – und schlechte Laune war ohnehin nicht im Gepäck!

Andy bewies einmal mehr seine Flexibilität und passte die Route für Mittwoch und Donnerstag wetterbedingt laufend an. Denn eines ist klar: Enge, kurvige Strassen machen bei Regen definitiv weniger Spass als bei Sonnenschein. Am Mittwoch hatten wir immerhin lange Glück. Links und rechts der Route sah es zwar teilweise ziemlich düster aus, doch geregnet hat es erst auf den letzten rund 15 Kilometern vor dem Hotel.

In Kaprun wartete mit dem Hotel Vötters eine neue Unterkunft auf uns – inklusive Oldtimermuseum und jeder Menge Charme. Kaum angekommen, wurden draussen bereits die ersten grossen Biere und Apérols bestellt. Und selbstverständlich durfte auch die erste Zigarre nicht lange auf sich warten lassen. Das Einchecken? Nun ja, das hatte plötzlich nicht mehr ganz dieselbe Priorität.

Nach dem Frischmachen spazierten wir gemütlich zum Chalet Baumbar. Hüttengaudi pur! Im Winter vermutlich eine ausgewachsene Partyhochburg, im Sommer eine herrlich gemütliche Location. Der Auftakt war jedenfalls schon einmal vielversprechend.

Der Donnerstag startete standesgemäss mit Regen. Doch davon liessen wir uns die Stimmung natürlich nicht verderben. Schliesslich gibt es Dinge, die selbst Petrus nicht verhindern kann: unseren obligaten Apfelstrudel-Halt im Cafe Hochofen in Eisentratten!

Wie immer wurde das kleine Restaurant kurzerhand in einen Ausnahmezustand versetzt. Eine Gruppe Harley-Fahrer auf Apfelstrudel-Mission ist eben keine gewöhnliche Kundschaft.

In Villach wartete dieses Jahr eine neue Unterkunft auf uns. Da unser bisheriges Stammhotel Seven die Preise Jahr für Jahr kräftig nach oben geschraubt hatte, fiel die Wahl auf Harry’s Home direkt beim Bahnhof. Die Parkplatzsituation ist zwar nicht ganz optimal, lässt sich aber regeln. Dafür gibt es eine tolle Bar, und das erste gemütliche Bier oder der erste Apérol ist praktisch nur einen Katzensprung entfernt. Preis und Leistung stimmen – Wiederholung durchaus möglich!

Am Abend ging es mit dem Zug nach Velden ins Restaurant Goritschnigg. Dort war wie immer ordentlich Stimmung angesagt, und das grossartige Vorspeisenbuffet liess keine Wünsche offen. Ein gelungener Abend, bei dem niemand hungrig oder durstig bleiben musste.

Auch der Freitagvormittag stand nochmals unter dem Motto «Warten auf besseres Wetter». Also nutzten wir die Zeit für einen Besuch im Harley Village und in Arneitz. Erst am späteren Nachmittag zeigte sich der Himmel gnädiger und es blieb trocken.

Rund um den See waren unglaublich viele Motorräder unterwegs – gefühlt hatte es schon lange nicht mehr so viele Harleys am Faaker See. Das Harley-Herz schlug jedenfalls höher!

Für den Abend hatten Major Tom und Beat das Restaurant organisiert. Im Tschebull erwartete uns wieder ein schöner Platz draussen, direkt vor dem fantastischen Grill. Gute Gesellschaft, feines Essen was will man mehr.

Am Samstag hiess es früh aufstehen. Wer Velden in seiner ganz besonderen, fast magischen Stimmung erleben möchte, muss früh dran sein. Später wird es mit einer ganzen Gruppe und genügend Parkplätzen nämlich schnell zur olympischen Disziplin. Beim Casino war bereits um 10 Uhr einiges los, doch wir ergatterten glücklicherweise noch einen Platz zum Sitzen.

Anschliessend genossen wir eine wunderschöne Ausfahrt rund um den Wörthersee. Natürlich durfte auch ein Zwischenstopp beim Harley Dealer in Klagenfurt und im Strandhotel Sille nicht fehlen – schliesslich musste der Kaiserschmarrn fachgerecht getestet werden. Die kulinarische Versorgung unserer Truppe war schliesslich Ehrensache!

Nach der Stärkung mit Kaiserschmarren stand noch ein Abstecher zum Pyramidenkogel auf dem Programm. Ein straffes Tagesprogramm also, bei dem die Motorräder nochmals ordentlich Kilometer sammeln durften.

Obwohl man hörte, dass am Faakersee am Samstagnachmittag bereits die Hölle los war, entschieden wir uns für die gemütlichere Variante und blieben in Villach. Im Restaurant Stadtwirt liessen wir den letzten gemeinsamen Abend entspannt ausklingen.

Doch ganz ohne einen würdigen Schlusspunkt wollten wir die Sache natürlich nicht beenden. Zum Glück fanden wir noch das Irish Pub McMullen! Dort wartete endlich das langersehnte Guinness auf seinen Einsatz. Und mit einer letzten Zigarre wurde der Abend stilgerecht abgerundet. So muss das sein!

Nach dem Frühstück hiess es am Sonntagmorgen Abschied nehmen. Da alle individuell nach Hause fuhren, wurde nochmals gedrückt, geplaudert und die Heimreise angetreten.

Zurück bleiben viele schöne Erinnerungen, gute Gespräche, feines Essen, gemütliche Abende und natürlich jede Menge gemeinsamer Motorradkilometer.

Eigentlich hatten wir ja schon darüber gesprochen, mit Faak einmal eine Pause einzulegen. Aber Hand aufs Herz: Wenn man mit einer so tollen Truppe unterwegs ist, gemeinsam lacht, geniesst, fährt und abends gemütlich zusammensitzt, ist es plötzlich gar nicht mehr so einfach, diesem Gedanken treu zu bleiben.

Das Wetter war zwar nicht ganz auf unserer Seite, aber unsere Stimmung liess sich davon kaum beeindrucken. Andy meisterte die Routenplanung flexibel, die Hotels und Restaurants sorgten für viele schöne Momente, und kulinarisch waren wir ohnehin bestens versorgt.

Und so bleibt am Ende die Erkenntnis: Für ein gelungenes Faak-Wochenende braucht es nicht zwingend Sonnenschein – aber unbedingt die richtigen Leute, ein paar kurvige Strassen, Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, gutes Essen, kühles Bier und ein Guinness zum Abschluss.

Ob wir nächstes Jahr wieder dabei sind?

We will see …

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