Am Samstagmorgen früh trafen sich die Ladies vom WTC entweder bei der Sihlbrugg Coop Tankstelle oder etwas später bei der Raststätte Fuchsberg, Freienbach, um gemeinsam mit der H.D. nach Maienfeld zu fahren. Sylvia chauffierte Möni und Chregi frühmorgens nach Maienfeld, mit Zwischenhalt in der schönen Walensee Raststätte. Ab halb neun trudelten dann die Ladies aus 14 Chaptern von allen Richtungen ein, 79 mit der Harley und 7 per Auto. Auch die pinken Röckchen aus dem Tessin nahmen am Event teil. Nach der Anmeldung bekamen wir eine Gürteltasche, die einen Bündnerpatch, verschiedene Saucenpulver, ein gelbes Tuch vom Frauenhaus Zürich, das wir um den Arm banden, und ein kleines Parfummüsterli enthielt. Beim Harley Dealer wurde eifrig eingekauft und bei Kaffee und Gipfeli mit alten Bekannten geplaudert.
Um halb 11Uhr hielt Fiba, LOH Officer vom Bündnerchapter, eine Ansprache: sie bedankte sich bei vielen Sponsoren und erzählte vom grossen Arbeitsaufwand, den sie gehabt hätten, um den Anlass auf die Beine zu stellen. Der Event war gleichzeitig auch ein Charity-Anlass, um Spenden für das Frauenhaus Graubünden zu sammeln. Die Ansprache wurde selbstverständlich auch noch in Italienisch und Französisch gehalten. Danach ging es endlich zum Rideout, bei der die Sozias das unglaubliche Glück hatten, mit vielen verschiedenen Oldtimern mitreiten zu dürfen, was für ein Spass und ein Augenschmaus auch für viele am Strassenrand, die staunend filmten und den vielen Harley Fahrerinnen und Oldtimern winkten. Es fuhren sogar zwei originale Filmautos mit. Das Fahren ohne Gurte war zuerst noch gewöhnungsbedürftig, ging aber bei dem grossen Spass schnell vergessen. So genossen wir die wunderschöne Gegend: Fläsch, Bad Ragaz, Pfäfers, Landquart, Jenins mit vielen grünen Weinreben, zurück nach Maienfeld und hoch zum Waffenplatz St. Luzisteig, der das Restaurant Panorama beherbergt.
Wir wurden mit feinen, kalten Getränken, Nachos und Salznüssli begrüsst. Nach dem kurzen Apéro hielt die Stiftungsratspräsidentin, Petra Schmitt des Frauenhauses Graubünden eine ausführliche Rede. Sie bedankte sich für unsere Solidarität und die Spenden für das Frauenhaus. Das gelbe Tuch um den Arm erklärte sie so, dass gelb früher ein Zeichen dafür war, dass jemand Hilfe braucht, es war ab Mitte der 1950er Jahre auch ein Pannen- bzw. Notsignal unter Motorradfahrern.
Nach 13 Uhr verspürte man langsam einen leisen Hunger, so war es schön, dass das Buffet gegen halb zwei eröffnet wurde. Es gab allerlei Salate mit Brot und eine Auswahl verschiedener gegrillter Fleischsorten, leider stand man dafür ziemlich lange an, waren es doch insgesamt mit allen Gästen 120 Personen. Einige WTC-Ladies schmuggelten sich bei der schon länger anstehenden Jasmin “heimlich” in die Warteschlange, andere standen brav, wie es sich gehört, an.
So konnten wir endlich gemütlich essen und zusammen plaudern, die herrliche Aussicht in die Berge geniessen oder Totenköpfe unter dem T-Shirt montieren. So wie es gerade beliebte. Das anschliessende Dessert-Buffet war eine wahre Freude und bot eine grosse Auswahl an feinen Leckereien, von Torten, Törtchen, Früchtespiesse, feinste fruchtige Cremen und kleinen Kuchenstücken.
Gegen 15 Uhr brachen wir zur Heimkehr auf, die Sozias wurden mit den Oldtimern zum Auto zurück chauffiert, auch eine verlassene Sozia, welche zwar mit Helm aber ohne ihre Kollegin bei den Oldtimern verloren wartete, quetschte sich zu uns ins Auto, schliesslich hilft man sich gegenseitig, gerade an einem Tag wie diesem, der vor allem dem Frauenhaus Graubünden gewidmet war. Einige Ladies wurden von ihren Männern, welche den herrlichen Sommertag auch für einen Rideout nutzten, oben im St. Luzisteig abgeholt und sicher nach Hause begleitet.
Alles in allem war dieser LOH-Event einerseits ein toller Rideout und Anlass, aber hatte etwas zu sehr Charity-Charakter. Freuen wir uns auf den nächsten LOH-Event, welcher vom East-Side Chapter im 2027 ausgerichtet wird.





















