Bonjour à nos chers amis du WTC. Die Vorfreude auf den 14. Mai und das Auffahrtswochenende war riesig. Es lockten die Vogesen, das Burgund, traumhafte Landschaften, kurvige Strassen, geselliges Zusammensein und natürlich «essen wie Gott in Frankreich». RC Tony und RC Ingo hatten ein grossartiges Programm auf die Beine gestellt und die Tour bereits im März bei schönstem Wetter rekognosziert. Wir waren bereit.
Doch dann bekamen wir Besuch von Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und der lieben Kalten Sophie. Ihr kennt sie alle: unsere Eisheiligen. Die haben leider alles gegeben, ganz nach dem Motto: «Pankraz grinst und sagt ganz keck: Der Sommer? Haha, der isch no weg.
Die Wetteraussichten liessen sich in einem Wort zusammenfassen: gruuuusig. Durchschnittlich 8 Grad, viel Regen und nur wenig Sonne.
Da durfte man sich schon fragen: Wollen wir uns das wirklich antun?
Aber wir wären nicht das WTC, wenn uns das abgehalten hätte. Beim Briefing auf der Raststätte Gunzgen Süd herrschte Full House: alle da – bestens ausgerüstet mit Winterbekleidung und Regenschutz in allen Farben. Liebe Teilnehmer: RESPEKT!!
So starteten wir am Auffahrtsdonnerstag pünktlich um 09.15 Uhr mit vollgetankten Maschinen Richtung Frankreich. Bereits nach rund 30 Minuten wartete mit dem Passwang der erste Pass. Anschliessend überquerten wir bei der Ortschaft Klösterli die Grenze nach Frankreich und erreichten via Belfort unseren ersten Lunch-Stopp, wo wir unsere kalten Knochen etwas aufwärmen konnten.
Danach ging es bei teils starkem Regen weiter durch die Wälder der Vogesen – ein wahres Kurveneldorado. RC Ingo hatte nicht nur eine fantastische Route gewählt, sondern führte uns auch souverän, sicher und im perfekten Tempo nach Saint-Dié-des-Vosges, unserem ersten Tagesziel.
Die warme Dusche im Hotel war die erste grosse Belohnung, bevor wir mit einem hervorragenden Nachtessen und einem sehr gemütlichen gemeinsamen Abend verwöhnt wurden.
Am zweiten Tag hiess es erneut: Regen-/Skivollmontur anziehen und weiter durch die endlosen Wälder Frankreichs. Zum Lunch stoppten wir in Bourbons-les-Bains in einer kleinen Brasserie. Für die Gastgeber war unser Besuch vermutlich das Highlight des Jahres – die Freude über unsere Gruppe war riesig.
Anschliessend ging es – Kurve um Kurve – bei Dauerregen und gerade einmal 6 Grad weiter Richtung Burgund bis nach Dijon. Und siehe da: Der Wettergott meinte es bei unserer Ankunft sogar kurz gut mit uns. Den wohlverdienten Apéro konnten wir tatsächlich draussen geniessen – zwar dick eingepackt in Jacken und Hoodies, aber immerhin trocken.
Da bereits der erste gemeinsame Abend so gemütlich gewesen war, lag es auf der Hand, auch in Dijon wieder gemeinsam essen zu gehen. Gesagt, getan: Monsieur Tony Mandingorra hatte gefühlt innert 30 Sekunden bereits ein schmuckes Lokal inklusive Smokers Lounge organisiert. Wiederum wurden wir kulinarisch bestens verwöhnt. Merci Tony!
Tag 3 begann – wie könnte es anders sein – erneut in voller Regenmontur. Dafür führte uns die Route tief hinein ins Hinterland des Burgund. Gefühlt kam auf zwei Stunden Harleyfahren gerade einmal ein kleines Restaurant. Doch genau das machte diese Tour speziell: Gemeinsam kämpften wir uns Kurve um Kurve durch die Wälder und die wunderschönen Landschaften des Burgunds.
Nach knapp 270 Tageskilometern erreichten wir Chalon-sur-Saône, unsere letzte Übernachtung. Auch dort hatten Tony und Ingo hervorragende Arbeit geleistet und ein tolles Restaurant direkt beim Hotel organisiert, und wir durften wiederum einen super gemütlichen Abend alle zusammen verbringen. Wir haben viel gelacht und sogar gesungen, aber mehr sagen wir nicht. Ausser: Was in Chalon-sur-Saône passiert ist, bleibt in Chalon-sur-Saône 😊.
Und schon war der vierte und letzte Tag angebrochen. Der Ride Richtung Heimat stand an – diesmal sogar ohne Regen, wenn auch bei frischen 5 Grad am Morgen. Endlich durfte der Regenschutz weg und die Kutte wieder raus. Was für ein Gefühl!
Gut gelaunt starteten wir zur letzten Etappe – natürlich erneut mit vielen Kurven, Wäldern und Schluchten sowie einem feinen Mittagessen im wunderschönen Städtchen Lods. Dort entstand auch das obligate Schlussfoto: strahlende Gesichter und beste Stimmung von links bis rechts. Von dort ging es dann zurück in die Schweiz und via Saignelégier weiter bis Gunzgen Süd, wo wir uns alle gesund, glücklich und voller Erinnerungen verabschiedeten.
Zum Schluss bleibt nur eines zu sagen:
Lieber Tony, lieber Ingo – was ihr auf die Beine gestellt habt, war schlicht grossartig. Organisation, Hotels, Restaurants, Streckenwahl und Gesamtplanung waren absolute Spitzenklasse. Im Namen aller Beteiligten ein riesiges Kompliment und merci beaucoup.
Lieber RC Ingo – knapp 1’200 Kilometer unter teilweise schwierigsten Bedingungen souverän und hochprofessionell anzuführen, ist eine ausserordentliche Leistung. Du hast uns alle unfallfrei wieder nach Hause geführt. Herzlichen Dank dafür.
Liebe Teilnehmer:
Ihr habt Kälte, Wind, Regen, Graupel und sogar Hagel getrotzt und dabei nie den Humor verloren. Gemeinsam haben wir Kurve um Kurve gemeistert und jeden Abend eine mehr als gesellige Runde gefeiert. Wir haben dem WTC alle Ehre gemacht. 20 Musketiere trotzten dem Wetter und durften gemeinsam eine unvergessliche Tour erleben.
Oder wie Alexandre Dumas einst schrieb:
«Einer für alle, alle für einen.















































































